Zwischen Meer, Wäldern und alten Mauern liegt Tiefenwacht – eine Stadt voller Geschichte und uralter Geheimnisse. Die Bewohner leben ihren Alltag, doch manche Wunden der Vergangenheit sind nie verheilt. Amalia und Timon ahnen nicht, welche Abgründe sich hinter der friedlichen Fassade verbergen. Mit jeder neuen Spur geraten sie tiefer in ein Geflecht aus Ereignissen, das nie ans Licht kommen sollte. Schon bald beginnen die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Albtraum zu verschwimmen. Während alte Legenden plötzlich greifbar werden, erhebt sich eine Bedrohung aus den Schatten, die längst vergessen schien.
Buch erscheint in KürzeDas Hotel »Zum Kleinen Hafen« wartet hinter einer roten, efeubedeckten Ziegelfassade lautlos auf neue Besucher. Im Inneren dieses geschichtsträchtigen Gebäudes mischen sich der Geruch von altem Holz und eine unnatürliche Ruhe zu einer trügerischen Zuflucht. Es ist ein einladendes Haus, das seine wahren Geheimnisse erst preisgibt, wenn man die Schwelle bereits überschritten hat.
Die Kirche. Das Wahrzeichen von Tiefenwacht. Jahrhundertealte Steinmauern verleihen ihr eine ehrfurchtgebietende Ausstrahlung. Doch ihre Tore verbergen mehr als Gebete und Erinnerungen.
Eine Insel, über die nur wenige Bewohner von Tiefenwacht gerne sprechen. Wer sich ihren kargen Ufern nähert, wird sofort von einer unerklärlichen Kälte erfasst, die tief in die Knochen kriecht. Das Leben selbst scheint sich von ihr abzustoßen.
Das alte Chemiewerk ist kein Ort, an den die Bewohner gerne denken. Spaziergänge führen selten in seine Nähe, und Gespräche darüber enden oft schneller, als sie begonnen haben. Geblieben sind nur der Geruch nach Rost – und die kalten Schatten seiner Mauern.
Zwischen Booten, Kisten und verwitterten Pfählen schlägt das Herz von Tiefenwacht seinen eigenen Takt. Hier kennt jeder jede Geschichte, doch nicht jede davon wird laut ausgesprochen. Wenn der Wind dreht und der Nebel sich über die Kais legt, wirkt der Hafen plötzlich stiller als das Meer.
Zwischen Girlanden, Musik und dem Duft frischer Waffeln zeigt Tiefenwacht sein freundlichstes Gesicht. Beim Stadtfest füllen sich die Gassen mit Stimmen, Lichtern und Leben. Die Menschen feiern unbeschwert, doch selbst hier verlieren manche Schatten nie ganz ihre Form.
Wo andere Legenden sehen, sucht Amalia nach Wahrheit. Ihre Ankunft in Tiefenwacht ist kein Zufall – auch wenn sie noch nicht ahnt, wie tief diese Suche führen wird.
Er vertraut auf Verstand, Beobachtung und Geduld. Doch in Tiefenwacht stößt selbst seine ruhige Art an Grenzen, hinter denen sich mehr verbirgt, als Logik allein erklären kann.
Wer ihm in die Quere kommt, merkt schnell, dass manche Wahrheiten nicht nur verborgen, sondern bewacht werden.
Jahrelang hatte ich kaum noch Bücher gelesen, bis mich das Vorlesen für meinen Neffen daran erinnerte, wie viel Kraft in Geschichten steckt. Was zunächst als kindgerechte Idee begann, wuchs schnell zu einer erwachsenen Mystery-Erzählung heran, in der immer neue Figuren, Orte und Geheimnisse ihren Platz fanden. Aus einem kleinen Schreibversuch wurden Wochen, aus Wochen wurden Monate und schließlich Jahre – doch die Geschichte wuchs immer weiter, bis sie zu Ende erzählt und geteilt werden wollte.